ROUND TABLES

Pliberk Tisch 01

MUSEUMS OF ALL VILLAGES, UNITE!

Weiter unten finden Sie den deutschen Text.

Who does a village consist of? It consists of the immediate neighborhood surrounding any museum, whether it is located in a village, small town or metropole. 

Across the planet, communities are ready to govern themselves. This requires a new and contemporary framework for everybody to participate. Whether a society is capable has always been measured by the quality of its communication. At Museum am Bach, we gather around Round Tables regularly. These Round Tables can be adapted by any museum worldwide and act as town halls or civic assemblies. Their goal is to restructure society from bottom to top. 

I. These Round Tables are most importantly: round! They do not distinguish between even or uneven, beginning or end. Sitting around these Round Tables, everybody is equal. Their attention is focused at the center, where all contributions meet. This is where power and participation are redefined. 

II. At these Round Tables, the topics discussed range from concerns of the local community, to global matters or personal issues. This is where every single individual can contribute with their personal talents and skills to a greater wellbeing: consulting and inspiring each other, free from momentary personal interests, finding ways of how to encounter others with kindness and humor. 

III. These Round Tables follow the same principle as the hosting museum does: the independent search for truth. Libraries, schools, universities and cultural centers are also encouraged to take part in the greater scheme of uniting all villages and host Round Tables themselves. Thus they become places of encounter and self-enlightenment, places that gather and assemble. 

IV. These Round Tables strive justice. They are society’s control module to regulate the flowing balance between taking and giving. This is where political goals are set. This is where achievements are shared. Everything is a voice. Every voice is equal. 

V. The freedom of choice as set out in the UN Declaration of Human Rights comprises not only political choices, but also those concerning work, way of living, partnerships, residence and religion. These Round Tables are organs of a worldwide union of all villages. These united villages deliver to the governments or NGOs they recognize everything that participants at Round Tables have agreed upon in mutual exchange for the benefit of all. Simultaneously, terms such as freedom of choice, political participation, hierarchy and power will be taken apart, reassembled and redefined. For a holistic understanding of society and the individual freedom of choice.

MUSEEN ALLER DÖRFER, VEREINIGT EUCH!

Wer ist ein Dorf? Die Nachbarschaft eines Museums, egal ob es sich am Land befindet oder in einer Metropole.

Überall auf diesem Planeten sind die Kommunen bereit, ihren Alltag politisch selbst zu regeln. Dafür braucht es ein neues und zeitgemäßes Format der Mitsprache. Wie gut eine Gesellschaft funktioniert, wird seit jeher an der Qualität ihrer Kommunikation gemessen. Im Museum am Bach werden dazu in regelmäßigen Abständen Runde Tische abgehalten. Diese Runden Tische, die von Museen weltweit übernommen werden können, sind Bürger*innen-Versammlungen mit dem Ziel der Neuordnung der Gesellschaft von unten nach oben. 

I. Diese Runden Tische sind vor allem eines: rund! Sie kennen kein Gerade oder Ungerade, keinen Anfang und kein Ende. An diesen Runden Tischen sind alle gleich. Deren Mitte ist zugleich das Zentrum der Hinwendung und der Behälter aller Beiträge. Hier werden Macht und Beteiligung neu begriffen.

II. An diesen Runden Tischen beziehen sich die Gespräche auf die Belange der Gemeinde, globale Angelegenheiten oder den persönlichen Alltag. Hier kann jeder mit seinen besonderen Talenten und Fähigkeiten zum Wohl der gesamten Menschheit beitragen, geht es um die gegenseitige Konsultation und Inspiration frei von momentanen Eigeninteressen und darum, mit Freundlichkeit und Humor neue, einander wertschätzende Umgangsformen zu entwickeln.

III. An diesen Runden Tischen gilt wie in den Museen, in denen sie stattfinden, das Prinzip der selbstständigen Suche nach der Wahrheit. Auch Bibliotheken, Schulen, Universitäten und Kulturzentren sind eingeladen, zu der Vereinigung der Dörfer als Gastgeber dieser Runden Tische beizutragen. Dann sind auch sie Häuser der Begegnung und Selbstaufklärung, die sammeln und versammeln. 

IV. Diese Runden Tische streben Gerechtigkeit an. Sie sind jene Stelle, an der das Fließgleichgewicht von Geben und Nehmen im Energiehaushalt der Gesellschaft geregelt wird. Hier werden die politischen Ziele bestimmt. Hier wird das Erreichte geteilt. Alles ist Stimme. Jede Stimme bekommt dasselbe Gewicht. 

V. Seit der UN-Deklaration der Menschenrechte umfasst die individuelle Freiheit der Wahl neben der politischen Haltung noch Beruf, Lebensstil, Partnerschaft, Wohnort und Religion. Diese Runden Tische sind die Organe einer Weltunion der Dörfer, die den vorhandenen übergeordneten staatlichen wie nicht-staatlichen Organisationen anerkennend all das liefern, was von den einzelnen Versammelten zum Wohl von allen vorgeschlagen und im Austausch mit den anderen, gewandelt in Übersummen, zur Weitergabe freigegeben wurde. Gleichzeitig wird zusammen mit dem allgemeinen Begriff der „Freien Wahl“ auch jener der politischen Teilhabe, Hierarchie und Macht neu zur Verhandlung gestellt. Für ein ganzheitliches Bewusstsein der Gesellschaft sowie der individuellen Freiheit der Wahl.

Ist eine Demokratie
in der man nicht sagen darf
daß sie keine
wirkliche Demokratie ist
wirklich eine
wirkliche Demokratie?

(Erich Fried)

Der Tisch für die regelmäßig stattfindenden Runden Tische im Café des Museum am Bach wurde vom mab-Gründer und Künstler Alex Samyi (Samiii) gebaut. Die Versammlungen unter der Leitung von Samyi und Lukas Vejnik sind zugleich Modell und explorative Recherche.

Den Tisch von Samyi gibt es auch in einer wandernden Modifikation aus acht leichten, wetterfesten Klapp-Segmenten und 15 Klappsesseln mit einer von Stefan Ebner vom TURBOtheater bewusst niederschwellig und nonsensehaft geführten inszenierten Befragung. In 10 Minuten aufgestellt kommt er so auch mal ohne Ankündigung in einem Park oder in einer Fußgängerzone zum Einsatz.

United Communities Modell: Alex Samyi (Samiii), seit 2018

Generalprobe Runde Tische: Generalversammlung der Freunde des Museum am Bach e.V. vom 21. Dezember 2019

Recherche „Architects of the Round Table“: Lukas Vejnik, seit 2018

Interventionen öffentlicher Raum: Stefan Ebner (TURBOtheater), 2020

Museums Change Lives

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