Landkarten der Demokratie

„Die Geschichte ist Gegenstand einer Konstruktion, deren Ort nicht die homogene und leere Zeit sondern die von Jetztzeit erfüllte bildet.“ (Walter Benjamin)

 

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WANDERAUSSTELLUNG

Ein lose über einen Segment-Tisch ausgebreitetes Display aus Skizzen und Notizen zeichnet die meist frequentierten Routen der 100jährigen Republik Österreich in eine Mind-Map ein. Bei einem Table-Talk und einem Wahlexperiment tauschen sich die BesucherInnen über die gängigsten Begriffe der Demokratie aus. Die reisende Ausstellung ist das Ergebnis eines Workshops, der in Kooperation mit der NMS – Neuen Mittelschule Bleiburg/ Pliberk im Gedenk- und Erinnerungsjahr 2018 im Rahmen des Programms „Geschichte gemeinsam verhandeln“ stattgefunden hat, das von KulturKontakt Austria österreichweit ausgeschrieben worden war.

21 Jugendliche haben gemeinsam mit den Künstlerinnen Patricia Deisl, Edith Payer und Loretta Stats, moderiert vom ehemaligen Geschichtslehrer und Politiker Raimund Grilc und begleitet von den Lehrerinnen Christine Meklin-Sumnitsch, Anna Maria Kutej, Maria Kušej und Luzia Kreutz die politischen Besonderheiten der Republik Österreich hinterfragt. Der Fokus (vorausgreifend auf den nächsten Schwerpunkt 100 Jahre Kärntner Volksabstimmung 2020) lag auf den Freien Wahlen.

Dauer: 4 Stunden inklusive Table Talk und Wahlexperiment.

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Parallel Vienna 2016 mit Herwig Steiner/ HST

Intention

Das MAB sammelt soziale Modelle der Kunst, Alternativen der Gesellschaft, die in Vergessenheit geraten sind. Die Botschaft der Moderne war: „Das Volk kann doch seine Interessen selbst vertreten.“ 1971 gründete der hier zitierte Künstler Joseph Beuys zusammen mit Johannes Stüttgen und Karl Fastabend die „Organisation für direkte Demokratie durch Volksabstimmung“. Ein Manifest mit der Forderung der „politischen Willensbildung von unten nach oben“ wurde verfasst. „Jeder Mensch ist ein Künstler, seine kreativen Handlungen können zum Wohl der Gesellschaft beitragen.“

In Referenz auf Beuys „Permanente Konferenz“ laden die Runden Tische des MAB dazu ein, die Zukunft der Gesellschaft zu verhandeln. Die Mission ist, ein ganzheitliches Bewusstsein der Gesellschaft herzustellen.

 

Das Wahlexperiment

Die 2016 in die Sammlung aufgenommenen „United Communities“ des Museumsgründers Alex Samyi dienen als Vorlage für ein Wahlexperiment, das von einem künstlerischen Impuls und einem moderierten Table Talk eingeleitet wird. Simuliert wird eine Wahl, bei der frei, geheim und ohne Kandidatur aus dem Kreis aller Teilnehmenden gewählt wird, nämlich ein Kuratorium aus drei gleichberichtigten Personen (mit dem Auftrag eine lokale BürgerInnen-Initiative zu gründen). Dabei verlässt man sich alleine auf das eigene soziale Sensorium für die Talente und Fähigkeiten der anderen. Dasselbe Experiment wurde bereits im Workshop mit den 21 SchülerInnen der NMS Bleiburg durchgeführt, – mit erstaunlichen Ergebnissen.

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