Landkarten der Demokratie

„Die Geschichte ist Gegenstand einer Konstruktion, deren Ort nicht die homogene und leere Zeit sondern die von Jetztzeit erfüllte bildet.“ (Walter Benjamin)

 

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Die Wanderausstellung „Landkarten der Demokratie“ findet im Anschluss an das Programm „Geschichte gemeinsam verhandeln“ als Ergebnis einer Recherche statt. In Kooperation mit der NMS Bleiburg haben 21 Jugendliche im Gedenk- und Erinnerungsjahr 2018 100 Jahre Republik Österreich hinterfragt. Dabei wurden sie von den Künstlerinnen Patricia Deisl, Edith Payer, Loretta Stats und dem Geschichtsvermittler Raimund Grilc begleitet. Programmkoordination: KulturKontakt Austria (aus Mitteln des BMBWF). Gefördert vom Bundeskanzleramt.

 

Landkarten der Demokratie. Wanderausstellung

Dauer: 1 Tag inklusive Table Talk und Wahlexperiment. Gezeigt wird ein Tisch-Display aus 30  Mindmaps/ Landkarten der Demokratie.

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Parallel Vienna 2016 mit Herwig Steiner/ HST

Intention

Das MAB sammelt soziale Modelle der Kunst. Sehr viele Alternativen der Moderne des 19. und 20. Jahrhunderts sind in Vergessenheit geraten. Die Botschaft war bis in die 1970er hinein klar: „Das Volk kann doch seine Interessen selbst vertreten.“ 1971 gründete der Künstler Joseph Beuys, von dem das vorangegangene Zitat stammt, zusammen mit Johannes Stüttgen und Karl Fastabend die „Organisation für direkte Demokratie durch Volksabstimmung“. Eine der radikalen Forderungen war die „politische Willensbildung von unten nach oben“. „Jeder Mensch ist ein Künstler…, seine kreativen Handlungen können zum Wohl der Gesellschaft beitragen.“

 

Das Wahlexperiment

Die erst 2016 in die Sammlung aufgenommenen „United Communities“ des Museumsgründers Alex Samyi dienen als Vorlage für ein Wahlexperiment, das mit einem künstlerischen Impuls und einem moderierten Table Talk beginnt. Simuliert wird eine Konferenz, bei der frei, geheim und ohne Kandidatur aus dem Kreis aller Teilnehmenden die dreiköpfige Leitung einer fiktiven BürgerInnen-Initiative gewählt wird. Dabei verlässt man sich auf nichts anderes als das eigene soziale Sensorium für die Talente und Fähigkeiten der anderen. Dasselbe Experiment wurde auch schon mit den 21 SchülerInnen der NMS Bleiburg durchgeführt, die als erste an der Recherche teilgenommen haben, wie sie gerade fortgeführt wird.

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