STIMMT SO

STIMMT SO/ TAKO JE nennt sich eine im Vorlauf zu 2020 – 100 Jahre Kärntner Volksabstimmung geplante Wanderausstellung des MAB durch Kärntner Gemeinden. Dauer: jeweils 1 Tag inklusive zweistündigem Wahlexperiment. In 7 Themengruppen wird entlang historisch recherchierten Ereignissen, Jahreszahlen und Begriffen die Bedeutung und Geschichte der Freien Wahlen künstlerisch hinterfragt.

Kurator: Alex Samyi. Historische Recherche: Raimund Grilc

Proposals/ Kontakt: Alex Samyi 06601435935

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Parallel Vienna 2016 mit Herwig Steiner/ HST

7 Themengruppen
1. Kärntner Volksabstimmung / andere
2. Erste Bürgerbewegungen / Französische Revolution – Wiener Kongress, Erster und Zweiter Weltkrieg
3. Freie Wahl der Identität (Beruf, Religion, Nationalität) – Charta der Menschenrechte – Freie Bildung (Aufklärung/ Selbstaufklärung)
4. Volksbegehren (Atomkraft Nein Danke), Lichtermeere (We Are Many – Film), Social Media Kampagnen (Yes We Can, Arabischer Frühling)
5. Wahlsystem/ Wahlrecht
6. Mitsprache – direkte Partizipation – Experimente um 1900/ 1970/ jetzt (Anarchisten, Freikörperkultur, Kibbuz, Longo mai, Hippies, Jam)
7. Wahlkampf/ Streitkultur, Lobbying – Framing – Presse – politische Schwerpunkte/ Reformen

Intention
Glück ist nach dem Hirnforscher Gerald Hüther von zwei Faktoren abhängig: der sozialen Verbundenheit und der individuellen Freiheit. Kambiz Poostchi – der Architekt des „Open System Model“ – unterscheidet zwischen zwei Freiheitsbegriffen, der >Freiheit von< und der >für< eine Sache.

Ist die Staatsgewalt wirklich bei den Bürgern/ Bürgerinnen? Wie passen die neuen individuellen Lebenskonzepte zu den alten, in vielen Systemen und Subsystemen der Gesellschaft bewahrten Macht-Strukturen? Haben wir eine Wahl? Was wir als Freie Wahlen bezeichnen, sind das wirklich freie Wahlen?

Die „United Communities“ des Künstlers, Museologen und Museumsleiters Alex Samyi sind das Herzstück der MAB-Sammlung und werden als soziales Modell auch in der Wanderausstellung gezeigt. Von der Baha`i-Religion inspiriert regen sie eine Weltunion der Gemeinden mit den Museen als neue politische Zentren an und sind in gewisser Weise auch eine Referenz an Joseph Beuys „Permanente Konferenz und Honigpumpe am Arbeitsplatz“. Die Verhandlung der gesellschaftlichen Belange (=Politik) findet in den Museen bei regelmäßigen Bürger-/ Bürgerinnenversammlungen statt und sind an ein globales Räte- und Delegierten-System angeschlossen, das von unten nach oben organisiert ist.

Das Wahlexperiment beginnt mit einer Talk-Show. Thema: was eigentlich haben wir im Kopf? Ist die Bildung frei? Wie Bildung und Politik zusammenhängen. Je nach Größe des Publikums soll am Ende per Stimmzettel ein 3er- oder 5er-Rat aus gleichberechtigten „BürgermeisterInnen“ gewählt werden, nämlich ohne Kandidatur – aus der Gesamtheit aller Anwesenden.

IMG_20160508_161131MUSEUMS CHANGE LIVES

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