STIMMT

STIMMT nennt sich eine für Oktober 2017/ April 2018 bis April 2020 geplante Wanderausstellung des MAB durch Kärntner Gemeinden, Initiativen und Schulen. Dauer: jeweils 1-2 Tage inklusive Wahlexperiment. In 7 Themengruppen geht es um die Bedeutung und Geschichte der Freien Wahlen. Entlang eines historischen Bogens hinterfragen künstlerische Kommentare und Interventionen, wieviel Freiheit in den Freien Wahlen steckt. Zugleich kündigt die Tour den Museum-am-Bach-Beitrag zur Landesausstellung 2020 an: FREIHEIT. FREEDOM – 100 Jahre Kärntner Volksabstimmung.

Kurator: Alex Samyi. Historische Recherche: Raimund Grilc

Proposals/ Kontakt: Alex Samyi 06601435935

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Parallel Vienna 2016 mit Herwig Steiner/ HST

7 Themengruppen
1. Kärntner Volksabstimmung / andere
2. Erste Bürgerbewegungen / Französische Revolution – Wiener Kongress, Erster und Zweiter Weltkrieg
3. Freie Wahl der Identität (Beruf, Religion, Nationalität) – Charta der Menschenrechte – Freie Bildung (Aufklärung/ Selbstaufklärung)
4. Volksbegehren (Atomkraft Nein Danke), Lichtermeere (We Are Many – Film), Social Media Kampagnen (Yes We Can, Arabischer Frühling)
5. Wahlsystem/ Wahlrecht
6. Mitsprache – direkte Partizipation – Experimente um 1900/ 1970/ jetzt (Anarchisten, Freikörperkultur, Kibbuz, Longo Mai, Hippies, Jam)
7. Wahlkampf/ Streitkultur, Lobbying – Framing – Presse – politische Schwerpunkte/ Reformen

Recherche
Glück ist nach dem Hirnforscher Gerald Hüther von zwei Faktoren abhängig: der sozialen Verbundenheit und der individuellen Freiheit. Kambiz Poostchi – der Architekt des „Open System Model“ – unterscheidet zwischen einer >Freiheit von< und einer >für< gesellschaftliche Bindungen.

Die Staatsgewalt ist bei den Bürgern/ Bürgerinnen – ist sie das wirklich? Wie passen die neuen individuellen Lebenskonzepte zu den alten Strukturen von Macht? Haben wir eine Wahl? Haben wir Freie Wahlen?

Die „United Communities“ des Künstlers, Museologen und Museumsleiters Alex Samyi sind das Herzstück der MAB-Sammlung und werden auch in der Wanderausstellung gezeigt. Von dem Weltmodell der Baha`i inspiriert regen sie eine Weltunion der Gemeinden mit den Museen als neue politische Zentren an und sind in dieser Hinsicht auch eine Referenz an Joseph Beuys „Honigpumpe am Arbeitsplatz“: die Verhandlung der gesellschaftlichen Belange (=Politik) soll von regelmäßigen Bürger-/ Bürgerinnenversammlungen ausgehen. Die Versammlungen finden in den Kultur- und Bildungseinrichtungen der Gemeinden statt und sind zu einem globalen System zusammengeschlossen, das von unten nach oben organisiert ist.

Das Wahlexperiment basiert auf moderierten Gesprächen der Teilnehmer/ Teilnehmerinnen zur aktuellen Bildungsreform – was eigentlich haben wir im Kopf? Was verstehen wir unter Aufklärung? Was wäre Selbstaufklärung? Je nach Größe der Gruppe soll am Ende per Stimmzettel ein 3er- oder 5er Rat gleichberechtigter Bürgermeister/ Bürgermeisterinnen gewählt werden – das Besondere – zu dieser Wahl kann man sich nicht aufstellen lassen.

IMG_20160508_161131MUSEUMS CHANGE LIVES

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