The MAB

ONLINE COLLECTION (under construction)

ENGLISH

The Museum am Bach is a contemporary art museum acting as an art-based research on social systems. It`s aim is to find the convergance of artistic research and social antropology/ philosophy.

Museum am Bach is collecting social models within the world of art and in doing so, it introduces a new kind of museum. The aim is to focus particularly on the type of political art, which first gained recognition after documenta 5. Even earlier, around 1900, artists had begun to sketch out new ways of political interactions. The vision behind collecting and putting together an archive is to research social models in depth.

In 2014, a handful of friends who are convinced that museums of the future would have the power to be inclusive instead of exclusive, to gather and assemble, worked together on account of the foundation of MaB. Their mission is to introduce a contemporary, holistic consciousness of society, one that is accurate for the current global age.

United Communities is at the center of the MaB collections, founded by artist, museologist and director Alex Samyi. Inspired by Bahá’i principles, this vision foresees local communities, whether big or small, to unite globally and to manifest museums as their new political centres. This is a reference to Joseph Beuys’ action Honey Pump at the Workplace: all issues concerning the community shall be addressed and openly discussed at regular town meetings taking place in communal spaces like libraries or cultural institutions. These consultations or any elections would be incorporated into a global system with a bottom-to-top organisation.

The venue is an old mill in a small village in southern Carinthia named Ruden. Up until 2003, the mill, also known as Egger-Mühle, used to be a bakery. The building`s exciting architectural mix of low and high ceilings, as well as antique and modern spaces, creates an appealing atmosphere. The museum opened on July 28, 2014, the 100th anniversary of the start of WWI.

 

DEUTSCH

MUSEUM AM BACH/ MAB

Das Museum am Bach, das Alex Samyi 2014 zusammen mit Ulli Egger-Samyi, Marion Hasse, Konrad Erker, Mario Kapp und Freunden in der ehemaligen Mühle und Bäckerei Egger gegründet hat, sammelt soziale Modelle der Kunst und ist somit ein neuer Typus Museum. 

Die Mission des MAB ist, ein ganzheitliches Bewusstsein der Gesellschaft herzustellen und im eigenen Haus widerzuspiegeln. In diesem Sinne will es politisch und politisch aktiv sein. Seine Vision manifestiert sich in dem Modell der „United Communities/ Weltunion der Gemeinden“, das Alex Samyi erst 2016 beigesteuert hat. Mit den Museen als neue politische Zentren entwirft das Modell ein weltumspannendes Bottom-up-System auf der Basis von Gemeindekonferenzen. Es handelt sich um eine Assemblage aus verschiedenen Modellen, die vor allem von der Administration der Bahá`í-Weltreligionsgemeinschaft (19.Jh.) inspiriert ist. Gemeinsam haben sie neben den monatlichen Gemeinde-Jour-fixe auch Ratswahlen, die jährlich ohne Kandidatur stattfinden. Gewählt wird frei und geheim aus dem Kreis aller Teilnehmenden ein Gemeinde-Kuratorium aus 7 plus/minus 2 gleichberechtigten Personen. Kurator kommt vom lateinischen curare: Sorge tragen, sich sorgen um. Mit der Wahl ohne Kandidatur, bei der sich die WählerInnen ganz alleine auf das eigene soziale Sensorium für die Talente und Fähigkeiten der anderen verlassen, postulieren die United Communities in Referenz auf Joseph Beuys: Jeder Mensch ist ein Kurator.

Das Forschen zu diesem und anderen Gesellschaftsmodellen findet in den Ateliers von interessierten Kunstschaffenden oder seit diesem Sommer auch im Dachgeschoss des Museums im Rahmen kollaborativer Residencies statt. Der Output ist in der Regel ein Mindmap für die Sammlung. Die Definition, was ein Mindmap ist, bleibt jedoch den recherchierenden KünstlerInnen selbst überlassen. In ihren Untersuchungen bewerten sie die Modelle, Konzepte oder Thesen über mindestens eine der folgenden drei Kategorien:

  • Qualität der Kommunikation (C)
  • Horizonte des Denkens und Handelns – ideologische Ausrichtung(I)
  • Individuelle Rechte (R).

Aktuell organisiert die PolyLoge, das Projektkollektiv, dem Lukas Vejnik und Alex Samyi als Künstler-Kuratoren angehören, Runde Tische über den Runden Tisch. Für die mehrjährige Recherche, die aus Inszenierungen von Konferenzen besteht oder Modellen in Form eines Raum-Stilllebens oder Tableau vivant, stehen folgende Fragen im Fokus: „Welche räumlichen Konstellationen entstanden rund um die Idee des Runden Tisches? Wo liegen die Wurzeln der seit dem 19. Jahrhundert praktizierten round-table talks? Unter welchen Voraussetzungen wäre ein Runder Tisch, nach unzähligen temporären Engagements, als permanenter Einrichtungsgegenstand in das Raumprogramm der Demokratie aufzunehmen? Was ist aus Konferenzberichten über den Raum und die Rolle Runder Tische als Möbel und Mittler zu erfahren?“  (Lukas Vejnik)

Die Ausstellungen des MAB bis 2020, bevor mit den bis dahin gesammelten Objekten eine erste Dauerausstellung zusammengestellt werden wird, verstehen sich als Hinweissuche, wie sie am Beginn jeder Recherche stattfindet. Sie kratzen bewusst nur an der Oberfläche der Gesellschaft.

 

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