Das Schöne

Ich beziehe mich auf die altpersische Poesie, in der das Schöne mit der Süße des Honigs verglichen wird, um folgende These aufzustellen: die Bedingung des Schönen ist wie bei der Süße des Honigs Austausch und Kooperation.

Honig entsteht durch Kooperation: Nachdem die Sammelbiene genügend Blütennektar oder Honigtau (Meltau der Blatt- und Schildläuse) gesammelt hat, fliegt sie zurück zu ihrem Blütenstock. Dort übergibt sie den gesammelten Saft an eine Stockbiene, die ihn wiederum weiter und weiter gibt. Dabei gelangen immer wieder körpereigene Stoffe (Aminosäuren, Enzyme) der Bienen in den Nektar und bewirken, dass der Honig haltbarer wird. Gleichzeitig verliert der Blütennektar an Wasser und wird so immer zähflüssiger. Der beim Eintreten in den Bienenstock abgestreifte Pollen wird von den sogenannten Ammenbienen in Futtersaft umgewandelt und für die Aufzucht der Jungbienen gebraucht.

 

Alex Samyi, Ruden