ERÖFFNUNG DES ERSTEN MUSEUMS FÜR SYSTEMKUNDE

In Ruden/Kärnten öffnet das MUSEUM AM BACH seine Tore mit der Eröffnungsausstellung „SLOW! ERSTER WELTKRIEG DADA“

Mit dem MUSEUM AM BACH eröffnet am 28. Juli 2014 um 19:00 Uhr das erste Museum für Systemkunde. Das in Ruden (Kärnten/Österreich) domizilierte Museum sammelt gesellschaftliche Utopien, Wünsche und Modelle. Zudem betreibt es rund um dieses Thema künstlerische Forschung und bietet der Öffentlichkeit ein Ausstellungsprogramm an, das sich auf die künstlerische Auseinandersetzung mit Gesellschaftssystemen fokussiert. Die Eröffnungsausstellung, welche vom 28. Juli bis 4. Oktober 2014 zu sehen ist, trägt den Titel „SLOW! ERSTER WELTKRIEG DADA“. Mit dem MUSEUM AM BACH startet sein Gründer, der Künstler, Szenograf und Kurator Alex Samyi, ein experimentelles und partizipatives Museumsprojekt, das ein Ort der Begegnung und des künstlerischen Austauschs werden soll.

Mit dem MUSEUM AM BACH, welches seinen Standort in den leeren Räumlichkeiten der ehemaligen Egger Mühle am Lippitzbachgraben in Ruden/Kärnten gefunden hat, entsteht ein neuer Typus von Museum: das Systemkundemuseum. Gesammelt und ausgestellt werden darin soziale Modelle und Gesellschaftssysteme mit besonderer Berücksichtigung der Theorien und Utopien der Moderne. Die durch Recherche aufgespürten gesellschaftlichen Systeme werden künstlerisch transformiert, in neue Bezüge gestellt, dokumentiert, archiviert sowie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Museum versteht sich als künstlerisch forschende Institution, die mit einem kleinen Team sowie Kontakten zur lokalen Kunstszene operiert. Der Gründer, Alex Samyi, sagt hierzu: „Der thematische Fokus des Museums liegt auf der Evolution von gesellschaftlichen Systemen. Die Vision ist, dass immer mehr Museen, die bislang zu sehr an ihrem Identität stiftenden ‚Wir und die Anderen’ laboriert haben, zu einem multiperspektivischen-ganzheitlichen Denken wechseln. Ein solcherart systemisches Bewusstsein herzustellen ist die Mission meines Museums.“ Das experimentelle Museumsprojekt startet mit begrenzten, vorwiegend privaten Mitteln und ist darauf angelegt, sich in den kommenden Jahren inhaltlich wie organisatorisch weiterzuentwickeln.

Am 28. Juli 2014 wird das Museum eröffnet – hundert Jahre nach der Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien und dem Beginn des Ersten Weltkrieges. Am gleichen Tag startet die von Alex Samyi kuratierte Eröffnungsausstellung „SLOW! ERSTER WELTKRIEG DADA“. Die Schwerpunkt-Ausstellung bezieht sich auf das Dilemma, dass die alten Monarchien bereits am zerfallen waren noch bevor die Gesellschaft eine Alternative hatte. Sie behandelt die Langsamkeit in der Verinnerlichung der neuen komplexen Dynamiken der modernen Welt. Dada hat sich aus der neutralen Schweiz heraus als einzige Kunstbewegung jener Zeit lautstark gegen den Krieg gestellt. Alex Samyi dazu: „Mit Referenzen auf den Nonsens der Dadaisten gegen den Konsens, die bis hinein in das Display und die Ausstellungstexte greifen, will SLOW! auch einen Hinweis darauf geben, wohin die Reise geht, was hier im Museum in den nächsten Jahren an Kunst und Forschung, Performance und Performanz zu erwarten ist.“ Dazu wird auch die Auseinandersetzung mit der Gegenwart gehören. Internet, Wikipedia und Social Media sind zwar schon Modell aber noch nicht Gesellschaft.

Für die Eröffnungsausstellung wurden 17 Künstlerinnen und Künstler eingeladen, Arbeiten zu präsentieren: Ariadne Avkiran, Katrin Ackerl Konstantin (KopKonst), Alois Hechl-Kreuter, Marc Horisberger, Rosalia Kopeinig (KopKonst), Alexander Kandut, Paul Kronawetter, Detlef Löffler, Burgi Maierhofer, Peter Moosgaard, Melina Reichmann, Sheida Samyi, Peter Scharmüller, Christoph Schwarz, Herwig Steiner, Frank Waltritsch und Friedrich Zorn. Die Künstler werden größtenteils anwesend sein. Zu sehen werden zudem Dauerleihgaben der heimatkundlichen/geschichtlichen Sammlung des „Komitee Lippitzbach“ – Josef Jakab, Franz Tschebular – sein, darunter Feldpost, Fotos und Ansichtskarten aus dem Ersten Weltkrieg.

Die 15minütige Eröffnungsperformance SUPERSTARK (reich an Helden-Posen) kommt von den Künstlern und Künstlerinnen Ahmet Avkiran, Niki Meixner, Markus Krasser (Urban Playground), Tina Perisutti, Peter Piuk (Urban Playground), Sigrid Seberich und David Schessl (Urban Playground).

5 Gedanken zu “ERÖFFNUNG DES ERSTEN MUSEUMS FÜR SYSTEMKUNDE

  1. Josef Kraker Gemeindeamt Ruden schreibt:

    Sehr geehrte Damen und Herrn!

    Heute wird ja das Museum am Bach eröffnet. Ich plane, mit unserem Verein nächsten Samstag (9.8.) von Bleiburg eine Rad-Runde mit Endstation Lippitzbach zu machen und werden im Gasthaus „Kobi“ essen. Da das Museum gleich nebenan liegt, optional dieses auch anzusehen. Könnten sie mir bitte einen Ansprechpartner (Kontaktdaten) nennen bzw. haben sie vl. Infomationen zu Eintritt, Öffungszeiten, ev. Führung u.d.gl.

    Vielen Dank im Voraus

    mfg
    Mag. Christian D

    • alexsamyi schreibt:

      Das Design unserer Seite wird noch überarbeitet. Bis dahin oben links drei Linien, die zum Menü mit den Kontaktdaten führen. Mit besten Grüßen alex samyi

    • alexsamyi schreibt:

      Herzlichen Dank! Ja, und was besonders schön war, sehr viele aus der Umgebung waren gekommen. Ein großer Gewinn für die Kunst- und Kulturszene. Liebe Grüße zurück

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